018 Wachsschmelzer im Vergleich: Sonnen- oder Dampfwachsschmelzer, was lohnt sich wirklich?
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um den Wachsschmelzer und die Frage, wann sich
ein Sonnen- oder ein Dampfwachsschmelzer lohnt. Markus Habermehl vergleicht beide aus seiner
Praxis und ordnet ein, welches System zu welcher Betriebsgröße passt.
Der Sonnenwachsschmelzer
Eine einfache Kiste mit Glasdeckel, die das Wachs in der Sonne schmilzt. Vorteile: geringer
Aufwand, kein Strom, schonende Verarbeitung, besonders für helles Entdeckelungswachs.
Nachteile: abhängig vom Wetter, kleine Mengen und schwächere Ausbeute bei dunklen Altwaben.
Der Dampfwachsschmelzer
Arbeitet mit Wasserdampf, eignet sich für größere Mengen und auch für dunkles Wabenmaterial. Er
ist schneller, wetterunabhängig und liefert eine bessere Ausbeute, braucht aber eine Dampfquelle
und mehr Handling. Für Markus die praktischere Lösung ab mehr Völkern.
Selbstbau
Einen Sonnenwachsschmelzer baust du mit Isolierkiste, Glasdeckel, Blech und Auffangwanne relativ
einfach selbst. Auch Dampfwachsschmelzer lassen sich aus Edelstahlteilen, Zargen und einfachen
Dampfquellen zusammensetzen. Markus nennt dazu mehrere Varianten aus seiner Werkstatt.
Die häufigsten Fehler
Markus warnt: Wachs nicht überhitzen, keine offenen Flammen, keine ungeeigneten Gefäße aus
Eisen oder Kupfer, und helles und dunkles Wachs getrennt halten. Wachs sollte mehrfach geklärt
werden, am besten mit Regenwasser oder destilliertem Wasser. Seinen eigenen Fehlversuch mit
einem zu heißen Gasofen beschreibt er offen als Warnung.