016 Schwarmkontrolle: Lektionen aus meiner ersten Saison
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In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Schwarmkontrolle: wie du verhinderst, dass ein
Volk überhaupt erst in Schwarmstimmung kommt. Markus Habermehl erklärt das Schwärmen als
natürliche Vermehrung (eine neue Königin entsteht, die alte zieht mit einem Teil des Volkes aus) und
teilt die Lektionen aus seiner ersten Saison.
Wann der Schwarmtrieb auftritt
Schwarmstimmung tritt meist von Frühjahr bis Spätsommer auf, häufig ab Ende April oder Mai.
Auslöser sind starke Völker, Enge im Brutnest, viele junge Bienen, eine ältere Königin und der
Futtersaftstau.
Schwarmzellen richtig erkennen
Schwarmzellen sitzen typischerweise am unteren Wabenrand. Ab ihrer Verdeckelung ist mit dem
Abgang der alten Königin zu rechnen. Wichtig: Schwarmzellen nicht mit Nachschaffungs- oder
Drohnenzellen verwechseln.
Markus' drei Kern-Lektionen
1. In der Schwarmzeit spätestens alle sieben Tage kontrollieren.
2. Schwarmzellen sauber von Nachschaffungs- und Drohnenzellen unterscheiden.
3. Nur Zellen zu brechen reicht nicht, die Ursachen müssen mit behoben werden.
Maßnahmen gegen den Schwarmtrieb
Markus nennt: Schröpfen, Ablegerbildung, Kunstschwärme, Zwischenableger, Königinnenentnahme,
Raum geben und rechtzeitige Erweiterung. Auch das Einhängen von Mittelwänden oder
Drohnenrahmen schafft Beschäftigung und Platz. Das reine Brechen von Schwarmzellen ist dagegen
nicht dauerhaft ausreichend.
Zum Schluss: Ein Volk kann trotz Kontrolle schwärmen. Als zusätzliche Hilfe nennt Markus
Stockwaagen mit Alarmfunktion, die Gewichtsverluste erkennen.