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  • 018 Wachsschmelzer im Vergleich: Sonnen- oder Dampfwachsschmelzer, was lohnt sich wirklich?
    Jul 3 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um den Wachsschmelzer und die Frage, wann sich
    ein Sonnen- oder ein Dampfwachsschmelzer lohnt. Markus Habermehl vergleicht beide aus seiner
    Praxis und ordnet ein, welches System zu welcher Betriebsgröße passt.


    Der Sonnenwachsschmelzer
    Eine einfache Kiste mit Glasdeckel, die das Wachs in der Sonne schmilzt. Vorteile: geringer
    Aufwand, kein Strom, schonende Verarbeitung, besonders für helles Entdeckelungswachs.
    Nachteile: abhängig vom Wetter, kleine Mengen und schwächere Ausbeute bei dunklen Altwaben.


    Der Dampfwachsschmelzer
    Arbeitet mit Wasserdampf, eignet sich für größere Mengen und auch für dunkles Wabenmaterial. Er
    ist schneller, wetterunabhängig und liefert eine bessere Ausbeute, braucht aber eine Dampfquelle
    und mehr Handling. Für Markus die praktischere Lösung ab mehr Völkern.

    Selbstbau
    Einen Sonnenwachsschmelzer baust du mit Isolierkiste, Glasdeckel, Blech und Auffangwanne relativ
    einfach selbst. Auch Dampfwachsschmelzer lassen sich aus Edelstahlteilen, Zargen und einfachen
    Dampfquellen zusammensetzen. Markus nennt dazu mehrere Varianten aus seiner Werkstatt.


    Die häufigsten Fehler
    Markus warnt: Wachs nicht überhitzen, keine offenen Flammen, keine ungeeigneten Gefäße aus
    Eisen oder Kupfer, und helles und dunkles Wachs getrennt halten. Wachs sollte mehrfach geklärt
    werden, am besten mit Regenwasser oder destilliertem Wasser. Seinen eigenen Fehlversuch mit
    einem zu heißen Gasofen beschreibt er offen als Warnung.

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    16 mins
  • 017 Wespen und Räuberei im August: warum dein Volk jetzt in Gefahr ist
    Jul 2 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um eine typische Spätsommergefahr am
    Bienenstand: Wespen und Räuberei. Markus Habermehl erklärt, warum im August die nachlassende
    Tracht und die geringere Volksstärke vor allem schwache Völker, Ableger und Begattungskästchen
    gefährden.


    Das Flugloch verkleinern
    Der wichtigste Hebel ist ein kleiner Eingang. Markus nennt Fluglochkeile, Fluglochschieber und
    Schaumstoffstreifen. Ein enges Flugloch lässt sich von den Wächterbienen leichter verteidigen.
    Spätestens wenn die Tracht nachlässt oder erster Wespendruck auftritt, sollte das Flugloch enger
    werden.


    Räuberei früh erkennen
    Räuberei durch fremde Bienen kann ein schwaches Volk in kurzer Zeit vernichten und auf weitere
    Völker übergreifen. Anzeichen laut Markus: hektisches Treiben am Flugloch, Kämpfe, suchendes
    Anfliegen, Eindringen an Ritzen, tote Bienen vor der Beute und ungewöhnlich reger Betrieb.


    Schutz am Stand
    Am Stand darf kein Futter und keine Honigwabe offen stehen, das lockt Wespen und Räuber an.
    Schwache Einheiten sollten nicht lange schwach bleiben: vereinigen oder verstärken hilft.


    Markus' Bienentunnel
    Zum Schluss stellt Markus einen selbst entwickelten Flugloch-Tunnel vor, der in die Beute
    eingeschoben wird und den Zugang enger macht. Die Idee: Ein enger Zugang ist leichter zu
    verteidigen als ein breites Flugloch.

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    10 mins
  • 016 Schwarmkontrolle: Lektionen aus meiner ersten Saison
    Jul 2 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Schwarmkontrolle: wie du verhinderst, dass ein
    Volk überhaupt erst in Schwarmstimmung kommt. Markus Habermehl erklärt das Schwärmen als
    natürliche Vermehrung (eine neue Königin entsteht, die alte zieht mit einem Teil des Volkes aus) und
    teilt die Lektionen aus seiner ersten Saison.


    Wann der Schwarmtrieb auftritt
    Schwarmstimmung tritt meist von Frühjahr bis Spätsommer auf, häufig ab Ende April oder Mai.
    Auslöser sind starke Völker, Enge im Brutnest, viele junge Bienen, eine ältere Königin und der
    Futtersaftstau.


    Schwarmzellen richtig erkennen
    Schwarmzellen sitzen typischerweise am unteren Wabenrand. Ab ihrer Verdeckelung ist mit dem
    Abgang der alten Königin zu rechnen. Wichtig: Schwarmzellen nicht mit Nachschaffungs- oder
    Drohnenzellen verwechseln.


    Markus' drei Kern-Lektionen
    1. In der Schwarmzeit spätestens alle sieben Tage kontrollieren.
    2. Schwarmzellen sauber von Nachschaffungs- und Drohnenzellen unterscheiden.
    3. Nur Zellen zu brechen reicht nicht, die Ursachen müssen mit behoben werden.


    Maßnahmen gegen den Schwarmtrieb
    Markus nennt: Schröpfen, Ablegerbildung, Kunstschwärme, Zwischenableger, Königinnenentnahme,
    Raum geben und rechtzeitige Erweiterung. Auch das Einhängen von Mittelwänden oder
    Drohnenrahmen schafft Beschäftigung und Platz. Das reine Brechen von Schwarmzellen ist dagegen
    nicht dauerhaft ausreichend.


    Zum Schluss: Ein Volk kann trotz Kontrolle schwärmen. Als zusätzliche Hilfe nennt Markus
    Stockwaagen mit Alarmfunktion, die Gewichtsverluste erkennen.

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    20 mins
  • 015 Honig vom Imker — wie ich verkaufe und was Kunden wirklich wollen
    Jun 30 2026

    In dieser Folge geht es um den Verkauf von Honig und um die Frage, wie Imker mit Preisen, Vertrieb und Kundenkontakt umgehen. Markus sagt, dass über Geld in der Imkerei oft zu wenig offen gesprochen werde, und möchte das Thema deshalb nüchtern ansprechen. Er betont, dass er selbst 2025 erst mit dem Verkauf begonnen habe und noch keine große Verkaufsgeschichte erzähle.

    Themen dieser Folge:
    - Welche Verkaufswege für Honig es gibt
    - Warum Direktverkauf oft besser funktioniert als Versand
    - Was Kunden beim Imker wirklich suchen
    - Wie sich ein Imker vom Honig anderer unterscheiden kann
    - Wie Stammkunden gebunden werden können

    Ein Schwerpunkt liegt auf den Verkaufswegen: genannt werden der Verkauf ab Hof, über lokale Läden, auf dem Wochenmarkt und online. Ab Hof sei wegen des direkten Kontakts und der höheren Marge besonders attraktiv, während Wochenmarkt und Online-Verkauf mehr Reichweite bringen, aber auch Zeit, Gebühren, Versandkosten und rechtliche Fragen mit sich bringen. Für kleine und Nebenerwerbsimker sei der lokale Direktverkauf meist rentabler als der Versand.

    Ein weiterer Punkt ist die Kundenperspektive. Nach Aussage von Markus kaufen Kunden nicht nur Honig, sondern auch Echtheit, Regionalität, Geschichte und ein persönliches Gegenüber. Er empfiehlt, die Herkunft des Honigs klar zu erzählen und das Produkt mit Informationen über Ort, Arbeitsweise und Kristallisation zu verbinden. Auch ein ehrliches Etikett könne wichtiger sein als ein standardisiertes Glas.

    Zum Schluss geht es um Stammkunden und Preisgestaltung. Stammkunden seien wirtschaftlich wertvoll, weil sie wiederkommen und weiterempfehlen. Vertrauen, Qualität, Erreichbarkeit und kleine Gesten könnten dabei helfen. Der Sprecher sagt außerdem, dass er nicht über den Preis konkurrieren wolle, sondern über Geschichte und Vertrauen.

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    14 mins
  • 014 Ameisensäure gegen Varroa: Anwendung Schritt für Schritt, Verdunster und die häufigsten Fehler
    Jun 29 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um die Ameisensäure als klassische
    Sommerbehandlung gegen die Varroa und um genau die Behandlung, bei der am meisten
    schiefgeht. Markus Habermehl erklärt den entscheidenden Vorteil der Ameisensäure, die richtige
    Anwendung Schritt für Schritt, die gängigen Verdunster und die typischen Fehler.


    Der entscheidende Vorteil
    Ameisensäure wird im Stock verdunstet, die Dämpfe verteilen sich und töten die Milben. Ihr großer
    Vorteil: Sie ist das einzige gängige Mittel, das auch in die verdeckelte Brut wirkt. Die Dämpfe dringen
    durch den Zelldeckel und erwischen die Milben, die sich in der Brut verstecken. Oxalsäure und
    Milchsäure können das nicht. Deshalb ist Ameisensäure die Sommerbehandlung der Wahl, solange
    das Volk noch in der Brut steht.


    Der kritische Punkt: die Temperatur
    Ameisensäure ist stark temperaturabhängig. Zu kühl, und sie verdunstet zu wenig, die Behandlung
    wirkt nicht. Zu heiß, und es kommt zur Sturzverdunstung: zu viel Säure auf einmal, mit Schäden an
    Brut, Bienen und im schlimmsten Fall der Königin. Dann steht das Volk weisellos da. Markus' Rat: die
    Temperatur vor, während und nach der Behandlung im Blick behalten und sich an die empfohlenen
    Bereiche des jeweiligen Verdunsters halten, statt nach Gefühl zu dosieren.


    Die Verdunster-Modelle
    • Schwammtuchmethode: billig und einfach, aber stärker temperaturabhängig und weniger
    gleichmäßig.
    • Nassenheider-Verdunster: etabliert, mit Docht, gibt über eine große Fläche ab (horizontal oder
    vertikal). Markus' Bedenken: Er tropft temperaturunabhängig weiter, sodass sich bei kühlen
    Nächten eine Pfütze bilden kann, die am nächsten warmen Tag zur Sturzverdunstung führt.
    • Liebig-Dispenser: zieht die Säure über das Docht-System aktiv aus der Flasche, nur so viel wie
    verdunstet. Markus bevorzugt ihn (rund 6 Euro pro Stück), weil im Zweifel eher Säure in der
    Flasche übrig bleibt, statt dass die Bienen Schaden nehmen. Er bezieht sich dabei auf ein
    Argument von Dr. Pia Aumeier.


    Wichtiger als das Modell ist: ein System für den ganzen Betrieb wählen, sich an
    Gebrauchsanweisung und Temperaturvorgaben halten, nicht nach Bauchgefühl arbeiten.


    Markus' eigene Einschätzung
    2025 hat Markus die Sommerbehandlung nicht mit Ameisensäure gemacht, sondern mit
    Oxalsäurestreifen, als Anfänger einfacher und temperaturunabhängiger. Alle drei Völker kamen
    super fit aus dem Winter. Dieses Jahr ist er noch zwiegespalten, ob er Ameisensäure einsetzt oder
    wieder die teureren Streifen kauft. Er freut sich über Erfahrungsaustausch (Facebook: Markus
    Habermehl, oder LinkedIn).

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    21 mins
  • 013 Oxalsäure bei Bienen — Verdampfung vs. Träufeln
    Jun 28 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um Oxalsäure bei Bienen als Winterbehandlung
    gegen die Varroa-Milbe. Markus Habermehl erklärt, warum die Restentmilbung vor allem in der
    brutfreien Phase sinnvoll ist, wie sich Träufeln und Verdampfen unterscheiden und worauf bei
    Rechtslage, Sicherheit und Erfolgskontrolle zu achten ist.


    Warum Oxalsäure nur in der brutfreien Phase wirkt
    Oxalsäure wirkt nur auf Milben, die offen auf den Bienen sitzen. In die verdeckelte Brut dringt sie
    nicht ein. Deshalb ist die Behandlung im Winter nach dem Brutstopp deutlich wirksamer als im
    Sommer, wenn ein großer Teil der Varroa-Milben geschützt in der Brut sitzt. Markus betont, dass das
    Timing über den Erfolg der Restentmilbung entscheidet: Behandelt wird nicht nach Kalender, sondern
    nach tatsächlicher Brutfreiheit.


    Träufeln: einfach, günstig und gut für kleine Bestände
    Das Träufeln beschreibt Markus als einfache und kostengünstige Methode, die sich besonders für
    kleine Bestände eignet. Wichtig sind dabei:
    • die richtige Dosierung
    • kühles Wetter, damit die Bienen eng sitzen
    • zügiges Arbeiten ohne unnötige Störung des Volkes


    Verdampfen: effizient, aber riskanter für den Anwender
    Das Verdampfen ist effizient und für größere Bestände geeignet, aber deutlich gefährlicher für den
    Imker. Markus weist klar auf die Risiken durch das Einatmen des Dampfes hin und nennt den nötigen
    Schutz: Atemmaske, Schutzbrille und Handschuhe. Außerdem sind Windrichtung, Abstand und der
    sichere Umgang mit dem heißen Gerät zu beachten.


    Rechtslage in Deutschland, Österreich und der Schweiz
    Ein eigener Schwerpunkt ist die Rechtslage. Verwendet werden dürfen nur zugelassene
    Bienenarzneimittel in der jeweils erlaubten Anwendungsform. Die konkrete Zulassung kann sich je
    nach Land und Zeitpunkt unterscheiden und sollte vor der Anwendung geprüft werden.


    Erfolgskontrolle und sichere Lagerung
    Den Behandlungserfolg kontrolliert Markus über die Bodenwindel und beobachtet den Milbenfall.
    Zum Schluss fasst er zusammen: Oxalsäure sicher lagern, nur zugelassene Präparate verwenden
    und nach tatsächlicher Brutfreiheit statt nach Kalender behandeln.

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    42 mins
  • 012 Honigernte — die zwei häufigsten Fehler
    Jun 27 2026

    In dieser Folge geht es um die Honigernte und die zwei größten Fehler dabei: zu früh ernten und den Honig falsch lagern. Markus erklärt, warum der richtige Erntezeitpunkt wichtig ist, welche Wassergehalte als Richtwerte gelten und wie Refraktometer, Spritzprobe und das Fließverhalten beim Schleudern zur Kontrolle genutzt werden können.
    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lagerung: Honig soll luftdicht, kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden, damit er keine Feuchtigkeit zieht und nicht nachgärt. Zum Schluss berichtet Markus aus seinen eigenen ersten Ernten und betont, dass Geduld, Messung und passende Lagerung über die Qualität der Honigernte entscheiden.

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    14 mins
  • 011 Imker-Grundausstattung: was du wirklich brauchst (und was nicht)
    Jun 26 2026

    In dieser Folge des Honigraum-Podcasts geht es um die Grundausstattung beim Imkern und um die
    Frage, welche Anschaffungen am Anfang wirklich nötig sind. Markus Habermehl beschreibt, dass
    Imkerkataloge viele teure Artikel anbieten, von denen man als Einsteiger das meiste nicht braucht.


    Was für den Start reicht
    Markus nennt die echte Grundausstattung: Beute, Smoker, Stockmeißel, Schutzkleidung,
    Abkehrbesen, Mittelwände, Futter und Behandlungsmittel. Mehr braucht es am Anfang nicht.


    Wo Qualität zählt
    Bei Beuten, Absperrgittern und Schutzkleidung solltest du nicht sparen. Schlechte Qualität führt laut
    Markus später zu Problemen, etwa mit schlecht passenden Absperrgittern und Wildbau. Sein Tipp:
    möglichst ein einheitliches System und denselben Hersteller nutzen.


    Was sich erst später lohnt
    Eine eigene Honigschleuder lohnt sich erst bei mehr Völkern oder wenn dir Unabhängigkeit von
    Terminen wichtig ist. Markus berichtet offen von eigenen Fehlkäufen, vor allem bei
    Königinnenzucht-Material und Spezialzubehör, das am Ende ungenutzt blieb.


    Sinnvolle Anschaffungen
    Als wirklich sinnvoll nennt Markus ein gutes Refraktometer, vernünftige Schutzkleidung und bei
    Bedarf selbst gebautes oder gedrucktes Zubehör. Seine zentrale Empfehlung: Ausrüstung erst dann
    kaufen, wenn das Problem tatsächlich da ist.

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    24 mins